Das gemeinsame Haus Europa – Ende einer Vision?

Veröffentlicht am 01.06.2015 in Abteilung

Prof. Dr. h.c. Horst Teltschik am 16. Juni 2015 in der Aula der Evangelischen Schule Berlin Zentrum

In einer Rede vor dem Europarat im Juli 1989 beschwor der Vorsitzende des Obersten Sowjets der UdSSR, Michail Gorbatschow die Idee von einem gemeinsamen Haus Europa. „Die Philosophie, die hinter dem Konzept des gemeinsamen Hauses Europa steckt, schließt jede Wahrscheinlichkeit einer militärischen Auseinandersetzung aus, wie auch jede Möglichkeit einer Inanspruchnahme oder Androhung von Gewalt, besonders aber die Anwendung von Militärgewalt zwischen Bündnissen, innerhalb eines Bündnisses oder wo auch immer.“, vier Monate später fiel die Mauer.

Auf der Krim und in der Ukraine wird heute deutlich, welche Gefahren heraufbeschworen werden können, wenn in historischen Umbruchsituationen unterschiedliche Interessen und Konfliktpotentiale nicht ausreichend wahrgenommen und von den politischen Akteuren berücksichtigt werden.

Das gemeinsame Haus Europa ist ramponiert, der Pfusch am Bau ist offensichtlich, manche rufen nach der Abrissbirne.

Die Feiern zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Nazi-Faschismus sind gerade verklungen und schon muss wieder an die unverzichtbaren Grundlagen europäischer Politik erinnert werden. D ie Abteilung Friedrichstadt der Berliner SPD hat dazu

Prof. Dr. h.c. Horst Teltschik

als Referenten eingeladen. Prof. Teltschik gehörte seit 1972 zum engsten Beraterkreis von Helmut Kohl, ab 1983 als Vize-Chef des Kanzleramts. Er hat in dieser Funktion die Deutschland-, Außen- und Sicherheitspolitik maßgeblich mitgestaltet. Von 1999 bis 2008 hat er die Münchener Sicherheitskonferenz geleitet.

In unserer Reihe zur politischen Bildung laden wir herzlich ein

am Dienstag, 16. Juni 2015 um 19:00 Uhr
in die Aula der Evangelischen Schule Berlin Zentrum,
Wallstraße 32, 10179 Berlin.

Gäste sind wie immer herzlich willkommen.

Die Organisation einer Kinderbetreuung ist möglich. Bei Bedarf bitte Kontakt aufnehmen über: „AndreasWiedermann@gmail.com